Necroscope® Blog
Ein Blog über die Necroscope® Reihe von Brian Lumley, die im Festa Verlag erscheint.
Brian Lumley – der König der Vampire
In der ganzen Welt verfolgen Millionen von Fans die außergewöhnliche Vampir-Serie Necroscope®. Sie handelt von dem Totenhorcher Harry Keogh und seinem Kampf gegen die außerirdischen Wamphyri. Was für ein Mensch steckt eigentlich hinter diesem Vampir-Wahnsinn?
Brian Lumley wurde 1937 in England geboren, exakt neun Monate nach dem Tod des berühmten Horrorautors H. P. Lovecraft. Seine Familie war arm, der Vater schuftete in einem Bergwerk. Brian hasste dieses Leben und flüchtete 1958 in den Dienst der britischen Militärpolizei. Er wollte aus der Enge des Kaffs fliehen, in das er hineingeboren worden war, und das gelang ihm auch, denn in den nächsten 20 Jahren lernte er die halbe Welt kennen: Italien, Zypern, Griechenland, Malta, Amerika, Frankreich, die Türkei und Deutschland.
Während des Kalten Krieges sicherte er die Berliner Mauer. In den langen Nächten auf Wache begann er zu lesen, am liebsten H. P. Lovecraft. Diese Vorliebe spiegelte sich auch in den ersten Geschichten wieder, die er ab 1967 zu schreiben begann. Er schickte sie von Berlin aus an August Derleth, den US-Verleger Lovecrafts. Der veröffentlichte Brians Werke prompt in seinem legendären Verlag Arkham House. 1971 erschien dort Brian Lumleys erstes eigenes Buch.
1981 verließ Brian die Armee und schaffte 1984 den Durchbruch als Schriftsteller mit dem Horrorroman Psychomech.
Die Saat für die Necroscope®-Serie war da längst gelegt: »Mein Vater starb einige Jahre bevor ich die Armee verließ. Er hatte ein erfülltes Leben: Er wurde 84 Jahre alt. Aber als er vor mir in dem Sarg lag, dachte ich an all die Jahre – 20 an der Zahl – die ich fort von zu Hause gewesen war, und an all die Gespräche, die wir niemals hatten führen können. Ich weiß, mein Vater war nur Minenarbeiter, aber trotzdem hättest du sehr lange suchen müssen, um einen intelligenteren Mann – und noch intensiver, um einen nobleren Gentleman zu finden. Ich hätte ihm gerne gesagt, dass ich ihn liebe. Und so ging ich rüber in seine Stammkneipe und kaufte zwei Pints, eins für ihn und eins für mich. Ich half ihm, seines zu trinken und stellte mir vor, mit ihm zu sprechen. Dies war der Keim von Necroscope®. Ich hätte Necroscope® möglicherweise nicht geschrieben, wenn ich nicht realisiert hätte, dass alles Wissen, das es jemals gegeben hat, derzeit gibt und später geben wird, letztendlich tief begraben oder in Rauch aufgehen wird.«
Brian Lumleys Romane wurden bereits in zwölf Sprachen übersetzt. Überall auf der Welt gruseln sich seine Leser. Inzwischen arbeitet er am 14. Band der Vampir-Saga, immer wieder durch seine Verleger gedrängt, mehr und mehr über den Totenhorcher Harry Keogh zu schreiben, der mit Hilfe der Toten die abnormen Blutsauger aus der Wamphyri-Welt bekämpft.
Brian hat inzwischen etwa 45 Bücher publiziert, darunter den unheimlichen und sehr erfolgreichen Science-Fiction-Roman House of Doors und dessen Fortsetzung Maze of Worlds, sechs Bände der Titus-Crow-Reihe, vier Fantasy-Abenteuer aus der Dreamland-Saga und den Horror-Dreiteiler Psychomech, Psychosphere und Psychamok. Alle diese Titel sind bei Festa für eine deutschsprachige Ausgabe in Vorbereitung.
Doch Brians heimliche Liebe ist nach wie vor die Kurzgeschichte; er hat inzwischen über 100 veröffentlicht. ›Necros‹ wurde von Alien-Regisseur Ridley Scott für die TV-Serie The Hunger adaptiert.
Seit 1992 ist Brian Lumley mit der Amerikanerin Barbara Ann (Silky) verheiratet und lebt mit ihr in Torquay, Großbritannien. Sie reisen viel, u. a. sieht man die beiden öfter mit Freunden in den Spielhöllen von Las Vegas, wo ihnen meist das Glück hold ist. Sportlich betätigt sich Brian gerne beim Speerfischen und Tintenfischjagen, am liebsten in Griechenland.
In einem Interview für das deutsche Magazin phantastisch antwortete er auf die Frage, wie er dazu steht, dass seine Romane oft blutige Splatterelemente enthalten. »Ich schreibe Horror mit einem GROSSEN ›H‹. Ich habe für diesen ›leisen‹ Horror nichts übrig. Für mich ist ›unterschwelliger Horror‹ oder ›Dark Fantasy‹ ungefähr dasselbe wie ein Western ohne Pferde oder Science Fiction ohne Aliens und Raumschiffe. Nein, ich habe kein Problem damit, brutale Szenen zu schreiben. Tatsächlich erwarten das meine Leser auch von mir.«
